Mit Einbruch der Dämmerung und bei Plusgraden. Und im Optimalfall ein leichter Nieselregen…Das mögen die Kröten und Frösche am liebsten. Dann geht es Richtung Jacobiweiher zum Laichen. Erfahrungsgemäß treten bufo bufo und Co dann wieder den Rückweg an…Seit Sonntag konnten wir die ersten 1.100 Tiere behutsam einsammeln und ihnen bei ihrer Wanderung unter die Arme und Beine greifen. Ab 22 Uhr werden dann die Poller gesetzt und die Schleusen für die nächtliche Reise geöffnet. Morgens dann gegen 7 Uhr erfolgt die Öffnung der Zuwegung und das Verschließen der Schleusen.
Wir bleiben zuversichtlich
Der schützende Zaun vor Hunden und Kaninchen ist längst abgebaut. Die Stelen, die in alle vier Himmelsrichtungen wie Wächter über das Labyrinth verteilt standen, sind entfernt. Die Umgänge bis ins Zentrum sind dagegen noch zu erkennen. Ebenso die Steinplatte im Herzen der Anlage. Aber auch die findet bald einen neuen Platz.
Wir werden die Ideen und die Botschaften, die von einem der ältesten Symbole der Menschheit ausgehen, weiterhin verbreiten. Lassen uns nicht entmutigen von der fehlenden Unterstützung der Verantwortlichen am Alten Flugplatz. Sondern finden einen neuen Ort (vor Ort)!
Trotz Kälte und Regen griffen zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bank beherzt zu Schaufel und Besen. Beseitigten zunächst Laub und Gesträuch entlang der Zuwegung zur Waldgaststätte „Oberschweinstiege“ und installierten auf einer Länge von ca. 600 Metern einen Krötenschutzzaun. Der Zaun verläuft entlang der asphaltierten Zuwegung zur Gastro und ermöglicht Erdkröte, Grasfrosch und Co einen gefahrlosen Übergang zum Jacobiweiher. Denn für die nächsten acht Wochen werden in den Abendstunden bis 22 Uhr alle Tiere eingesammelt und behutsam zum Laichgewässer gebracht. Ab 22 Uhr wird die Straße bis morgens gesperrt und die eingebauten „Schleusen“ geöffnet. Herzlichen Dank an Ilka Wirth und ihrem engagierten Team, das auch im zweiten Jahr nicht nur viel Tatkraft, sondern auch Humor zeigte.
Bisher wurden 5.500 Tiere in Richtung Jakobi Weiher gebracht und 1.500 Amphibien wieder in den Wald ausgesetzt… Das ist das Zwischenergebnis in nackten Zahlen ausgedrückt. Damit sind die Ergebnisse der letzten zwei Jahre Amphibienschutz im Stadtwald Bereich Oberschweinstiege zwei Wochen vor Beendigung der Maßnahme nahezu erreicht. Aber eine Ziffer ist besonders erwähnenswert: die Zahl der Totfunde beläuft sich auf bisher etwa 50 Tiere. Zwar ist jede überfahrene Kreatur eine zu viel, dennoch liegt die Quote im Promillebereich und zeugt von gut gebauten Zäunen, großem Engagement zahlreicher helfender Hände und einem gutem Management des gesamten Teams der Waldgaststätte. Denn: Alle Gäste räumten bis 22 Uhr den Parkplatz, so dass die nächtliche Straßensperre Fröschen, Kröten, Molchen eine gefahrlose Überquerung der Zuwegung zum Laichgewässer bzw. zurück in den Wald ermöglichte. Herzlichsten Dank!
Innerhalb von drei Stunden landeten gestern Abend über 900 Amphibien zunächst im Eimer und dann im Jacobiweiher. Fleißige kleine und große Helfer und Helferinnen leisteten mit ihrem Einsatz einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Und auch die Waldgaststätte weist nicht nur mit Tischaufstellern und auf ihrer Seite auf die besonderen Umstände während der letzten und kommenden Wochen hin. Die Gäste sind in aller Regel begeistert von der Sammelaktion, stellen viele Fragen, schießen noch mehr Fotos und räumen mit den Fahrzeugen pünktlich das Feld bzw. den Parkplatz. Dann können die Tiere gefahrlos den Weiher erreichen. Vielen Dank an alle Beteiligten!
Die Natur spricht für sich
Polnisch gilt als eine der schwierigsten Sprachen. Unaussprechliche Ortsnamen. Kaum ein Wort ist herleitbar. Aber man wird sehr wertgeschätzt, wenn man ein Dziekuje oder Dzien dobry über die Lippen bringt. Seit 12 Jahren bereise ich Ostpolen. Und mit jedem Aufenthalt erschließen sich mir neue und unbekannte Orte, Landschaften, Tiere und Pflanzen. Und jede Neuentdeckung ist ein Teil in einem unendlichen Puzzle…Altbekanntes bekommt eine neue Qualität. Der Gesang der Amsel im Frankfurter Stadtpark ist betörend. Ihre Strophen im Urwald von Bialowiecza verzaubern. Der Unterschied: hier sind sie Kulturfolger, dort Waldvögel in ursprünglicher Umgebung. Doch es ist nicht alles Gold, was singt…
Kein menschliches Geräusch. Keine Kreissäge. Kein Rasenmäher. Kein Hupen. Einfach nichts. Stattdessen ab und an das etwas schwere Lied der Misteldrossel. Man sagt, dass die Misteldrossel in Mol singt und die Singdrossel in Dur. Das Brummeln einer Hummelkönigin und vor allem das Rauschen des Windes in den Baumkronen. Hin und wieder flötet die Amsel ein paar leise Strophen vor sich hin. Ich habe das Gefühl, sie singt aus purer Freude. Dann kreuzen sich unsere Wege. Eine Hirschkuh schreckt auf, rennt weg. Doch ihre Neugier treibt sie direkt auf mich zu. Ich bewege mich nicht. In den nächsten Minuten werde ich von unzähligen Moskitos gestochen. Die Kuh hält die Fluchtdistanz nicht ein. Zu groß ist ihre Neugierde. Plötzlich bellt sie wie ein großer Hund und springt davon…Ich habe Gänsehaut und jede Menge Mückenstiche.
Nach 1.200 Kilometern - Sie haben ihr Ziel erreicht
wo es noch ursprüngliche Natur – fast noch Wildnis -gibt, geht mein Herz auf. Seit vielen Jahren zieht es mich nach Ostpolen. In die Sümpfe und Wälder entlang der Biebrza, Narew und der kleinen Schwester Narewka. Hier ist die Heimat von Elchen, Bibern und Wölfen. Und einer unglaublich vielfältigen Vogelwelt.
Ich bin dann mal raus bzw. mittendrinn.
Tiefergelegt
lautet der Titel unseres team- und erlebnisorientierten Klassikers. Wenige Hilfsmittel, etwas handwerkliches Geschick und eine große Portion Teamgeist sind von Nöten, um die Nidda trockenen Fußes zu überqueren. Diese vertrauensfördernde Maßnahme nutzte gleich die ganze 5. Jahrgangsstufe der IGS-West im Rahmen ihrer Projektwoche. Unvergessliche Vormittage mal ganz ohne Handy. Außer für das Klassenfoto.
Schnitzen nur im Sitzen
Als Dankeschön für die Starthilfe in der Existenzgründungsphase der Naturschule Hessen ging es eine Woche lang ehrenamtlich mit viel Herz, Spaß und den Vorschulkids in den Maintaler Wald. Weit sind wir dabei nicht gekommen. Denn ein See lud spontan zu einer waghalsigen Überquerung mit einem LKW-Schlauch ein. Die selbstgebaute Seilschaukel, sicher an einer Hainbuche befestigt, diente nicht nur zum Pendeln, sondern auch als Lift bis in „die vierte Etage“. Je nach Wunsch der von Tag zu Tag immer mutig werdenden Kids. Schnitzen nur im Sitzen und die tägliche Popcorn-Party über einem Gaskocher ließen die Zeit wie im Fluge vergehen. Doch die Erinnerungen an die tolle Zeit vor über 20 Jahren und im Hier und Jetzt bleiben für immer. Vielen lieben Dank an die großartige Wiebke und ihr Team!








