Wilder geht immer!

Städte wagen Wildnis

Wildnislotsen

Flächen in und um die Städte Frankfurt am Main, Hannover und Dessau- Roßlau dürfen verwildern.
So erwachsen im Laufe der Zeit aus städtischen Grünräumen „wilde Orte“. Wie sich die Natur in einer vom Menschen gemachten Umwelt entwickeln wird, lässt sich nicht vorhersagen.

Eines ist jedoch sicher: Wildnis bedeutet Vielfalt und Vielfalt schafft Stabilität.

Für diese Botschaft braucht es qualifizierte Menschen,

die die Besuchenden an die Hand nehmen. Es gilt u.a. zu vermitteln, dass verwildernde Flächen nicht mit verwahrlosten bzw. vermüllten Orten gleichzusetzen sind. Vielmehr entwickeln sich hier neuartige Landschaftsbilder, die für mehr Lebensqualität in urbanen Räumen sorgen sollen. Wildnis muss also in den Köpfen beginnen, damit eine nachhaltige Akzeptanz in der Stadtbevölkerung entsteht.

Die von uns ausgebildeten „WildnisLotsen (m/w/b)“ übernehmen somit die im Rahmen des Projekts vergütete Aufgabe, die Hintergründe des Projekts zu erläutern, Wege in die Wildnis zu weisen und die Menschen für Stadtwildnis zu begeistern und zu gewinnen.

 

WildnisLotse kann grundsätzlich jede(r) werden.

Das qualifizierte Team steht fest und startete ab April 2018 seine Einsätze in den Projektgebieten. Die Fortbildung umfasste:

MODUL 1

Who is who?

Am ersten Wochenende erfahren die Teilnehmenden, welchen Stellenwert die Fortbildungsreihe innerhalb des Projekts „Städte wagen Wildnis“ hat. Außerdem stehen Exkursionen in die Projektgebiete Frankfurts auf dem Programm, um sich selbst ein Bild vom künftigen Einsatzgebiet zu machen. Vorgestellt werden außerdem die Aufgaben- und Handlungsfelder des WildnisLotsen.

 

MODUL 2

Into the wild

An diesem Wochenende starten wir mit einer Herausforderung: Wie kommen wir gemeinsam zu neuen Ufern? Vielleicht auf einem selbstgebauten Floß? Nach dieser Team fördernden Aktion widmen wir uns den Begriffen Natur- und Kulturlandschaften mit praktischen Übungen. Nur Mut!

 

MODUL 3

Die Wahrheit liegt beim Empfänger

WildnisLotsen arbeiten in und mit der Öffentlichkeit. Sie sind vor allem Botschafter und Überbringer von Informationen aller Art. Dass Kommunikation nicht immer störungsfrei funktioniert, gehört zum (Arbeits)Alltag. Worauf es bei der Gesprächsführung ankommt und welche Rolle Mimik und Körpersprache spielen sind die Fragen, die an diesem Wochenende behandelt werden. Denn z.B. auch Zuhören will gelernt sein. Geübt wird in Rollenspielen und live vor Ort.

 

MODUL 4

An die Hand genommen

WildnisLlotsen sind auch Umweltbildner. Wie sich Themen nachhaltig transportieren lassen und wie es zu bewerkstelligen ist, dass der Funke überspringt, will gelernt sein. Abhängig von den unterschiedlichen Zielgruppen werden an diesem Wochenende nicht nur Tipps und Tricks für eigene Führungen und Aktionen vermittelt, sondern die anschließend geplanten Formate werden auch gleich im Feld erprobt

 

MODUL 5

Kröte oder Frosch, Biber oder Nutria?

Im letzten Modul liegt der inhaltliche Schwerpunkt im Reich der Amphibien- und Vogelwelt, sowie der Botanik. Wissenswertes und Kurioses aus der Welt von Storch und Storchschnabel wird von verschiedenen Spezialisten unterhaltsam präsentiert, die auch selbst mit dem Projekt „Städte wagen Wildnis“ beschäftigt sind. Beim Aktionstag Biodiversität im Frankfurter Zoo können praktische Erfahrungen gesammelt werden. Ein kritischer Rückblick auf die Fortbildungsreihe und vor allem die künftige Einsatzplanung runden das Wochenende ab.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter:
www.staedte-wagen-wildnis.de

 

WildnisLotsen im Einsatz